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Die Technische Universität (TU) Dortmund besuchte bereits zum siebten Mal im Rahmen des Seminars "Journalismus und Trauma" das Vereinte Nationen Ausbildungszentrum (VNAusbZBw) in Hammelburg. Die 22 Teilnehmer erhielten dabei einen Einblick in den soldatischen Alltag, um die gemachten Erfahrungen ergänzend in ihr Seminar zu integrieren. Die angehenden Journalisten erlebten die im Rahmen des Lehrgangs "Schutz und Verhalten in Krisenregionen für Journalisten" durchgeführten praktischen Ausbildungen. Dabei standen vor allem die Themen "Erste-Hilfe im Einsatz" und "Verhalten an Kontrollpunkten" im Mittelpunkt.

Das VNAusbZBw bildet bereits seit 20 Jahren in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft für Medienerzeugnisse Journalisten aus ganz Deutschland aus. Das Seminar "Schutz und Verhalten in Krisenregionen für Journalisten" wendet sich an Medienvertreter, die anschließend in Krisen- und Kriegsgebieten tätig werden sollen und dort erwartungsgemäß erheblichen Gefährdungen ausgesetzt sind. Die vermittelten Ausbildungsinhalte sind unter anderem der Schutzwert von Gebäuden oder Fahrzeugen, die Sensibilisierung bezüglich Sprengfallen und das grundsätzliche Verhalten zum Schutz vor Beschuss. Ziel ist es, den Teilnehmern eine Hilfestellung für den persönlichen Selbstschutz zu geben. Gefahren sollen bewusst gemacht und mögliche Vermeidungsstrategien aufgezeigt werden.

Die Wahrscheinlichkeit auch in Deutschland als Journalist selbst mit traumatischen Situationen oder mit traumatisierten Betroffenen konfrontiert zu werden, ist hoch. Ob in einer überregionalen Redaktion oder im Lokalbüro einer Zeitung, ob bei einem Hochwasser, bei einem schweren Verkehrsunfall oder bei einem Gerichtsverfahren mit traumatisierten Opfern körperlicher oder sexueller Gewalt.

Praktische Erfahrung sammeln

Das Seminar "Journalismus und Trauma" der TU Dortmund beschäftigt sich genau mit solchen Katastrophen, die für Opfer, Augenzeugen, Hinterbliebene traumatische Erlebnisse bedeuten. Die Fähigkeiten, die Journalisten brauchen, um in solch stressgeladenen, belastenden Situationen arbeiten zu können, werden in den meisten journalistischen Studiengängen so gut wie nicht vermittelt und sind daher bei angehenden Journalisten kaum vorhanden. "Es gibt Dinge, die ich nur schlecht in einem Seminarraum einer Universität vermitteln kann. Im VNAusbZBw erhalten meine Studenten die Gelegenheit, selbst festzustellen, wie Menschen unter Stress reagieren und wie Stress die eigene Wahrnehmung verändert. Das ist für eine Berichterstattung aus einer Krisensituation oder einem Krisengebiet enorm wichtig, um eine professionelle Distanz wahren zu können oder sich bewusst zu werden, dass diese Distanz unter bestimmten Umständen nicht mehr aufrecht erhalten werden kann", sagt Diplom-Journalist Tobias Schweigmann, Leiter der Lehrredaktion Online an der TU Dortmund.

Welche Gefahren die Arbeit in Kriegs-und Krisengebieten mit sich bringt zeigen die Zahlen: Alleine im Jahr 2018 wurden in 150 Ländern wesentliche Verstöße gegen die Pressefreiheit sowie die Verfolgung von Journalisten registriert. Über 80 Journalisten und Medienschaffende wurden alleine in diesem Jahr wegen ihrer Recherchen oder in Ausübung ihres Berufes getötet. Bei zahlreichen weiteren Fällen wird noch untersucht, ob ihr Tod im Zusammenhang mit ihrem Beruf steht. Die Zahl der zeitweilig festgenommenen oder länger inhaftierten Journalisten ist weiterhin hoch, genauso wie die Zahl derer, die bedroht, überfallen oder gezielt attackiert wurden, teilt das VNAusbZBw mit.